Wien testet Uber-ULF
Das in Oradea, Rumänien, erfolgreich getestete Straßenbahnfahrzeug wird demnächst in Wien getestet. Halling legt zeitgleich das Modell dazu auf.

© Halling Modelle
Schließt die Lücke zwischen öffentlichem und Individual-Verkehr
Der ULF (Abkürzung für Ultra Low Floor) ist ein Niedrigstflur-Straßenbahnfahrzeug, das ursprünglich von SGP Verkehrstechnik GmbH und ELIN EBG Traction für die Wiener Linien entwickelt wurde und später von Siemens übernommen wurde. Die innovativen Straßenbahnen wurden seit Mitte der 1090er in Wien und der Universitätsstadt Oradea in Rumänien eingesetzt.
Heute kommt von eben dort eine höchst ungewöhnliche Weiterentwicklung für erste Testfahrten nach Wien. In Zusammenarbeit mit Siemens Digital Industries, der Software-Sparte des Konzerns in Brasov, entwickelte das Team der Technischen Universität Oradea ein selbstfahrendes Straßenbahnfahrzeug für maximal 20 Personen. Das völlig neuartige Fahrzeugkonzept schließt die Lücke zwischen öffentlichem und Individual-Verkehr und kommt seit beinahe zwei Jahren höchst erfolgreich zum Einsatz.
Mithilfe einer an den bekannten Fahrdienst-Vermittler angelehnten App kann der, oft scherzhaft Uber-ULF genannte, gerufen werden und ist in wenigen Minuten vor Ort. Das "Autonome Personalized Railway Innovation Locomotive" (kurz APRIL) wird vor allem für den täglichen Weg in und von der Arbeit gerne von Fahrgemeinschaften verwenden. Der Kern des Straßenbahnnetzes in Oradea ist eine Ringstrecke um die Innenstadt, nicht unähnlich der Wiener Ringstraße, wo in den nächsten Tagen und Wochen die ersten 10 APRIL- Fahrzeuge von den Wiener Linien getestet werden. Das Modell dazu gibt es bereits bei Halling.