2023-11-10

Wasserkräne: Zeitzeugen der Dampfrösser

 

Mitunter findet man sie ja noch: Wasserkräne. Sie füllten einst die gierigen Schlünde der dampfenden Rösser mit Unmengen an Wasser.

Vom Klassiker aus der Monarchie über Schmalspur- und Feldbahn bis zum eleganten Jugenstil-Wasserkran ist praktisch alles vorhanden

Vom Klassiker aus der Monarchie über Schmalspur- und Feldbahn bis zum eleganten Jugenstil-Wasserkran ist praktisch alles vorhanden

Ein Wasserkran dient zur Versorgung von Dampflokomotiven mit großen Wassermengen für die Dampferzeugung. Der Dampf wird fortlaufend in die Atmosphäre ausgestoßen, daher muss der Wasservorrat im Betrieb regelmäßig nachgefüllt werden. Eine große Palette an Waseerkränen finden sich bei Halling Modelle.

Der normale Wasserkran besteht aus einem senkrechten Rohr mit einem Ausleger-Rohr, das seitlich über die Tank-Einfüllöffnung der Lokomotive bzw. des Tenders geschwenkt werden kann. Jede Bahngesellschaft des 19. Jahrhunderts hatte ihre eigene Konstruktion, so dass es recht unterschiedliche Bauarten gab. Wasserkräne mit zusätzlichem Gelenk am Ausleger (preußisch) oder mit verschiebbarer Wasserwanne (bayerisch) erlauben es, den Auslauf des Wasserkrans in die Einlauf-Öffnung des Wasserkastens zu bewegen. Das exakte Bremsen eines Zuges ist nicht einfach, und so konnte Rangierzeit einspart werden, daher setzten sich diese Typen rasch durch. 

Heute gibt es nur noch wenige Wasserkräne und sie dienen in erster Linie musealen Zwecken. Der Wasservorrat von Dampflokomotiven wird bei Sonderfahrten daher oft mittels Feuerwehrschläuchen ergänzt, wodurch die Befüllzeiten deutlich länger sind als mit einem Wasserkran. Die Durchlaufmenge eines Wasserkrans betrug auf weniger bedeutenden Wasserstationen 1–2 m³/min, konnte aber auch 5 m³/min und zuletzt sogar 10 m³/min. betragen.

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